Lernpause als Erfolgsfaktor!

Lernpause als Erfolgsfaktor!

Warum ist die Einhaltung von Lernpausen so wichtig?n

Um beim Lernen Erfolg zu haben, müssen wir uns Pausen gönnen. Pausen sind besonders wichtig weil wir unserem Gehirn dadurch eine Auszeit geben um sich zu regenerieren. Darüber hinaus helfen Lernpausen uns das Gelernte zu verarbeiten. Genauso wie unser Körper braucht auch unser Gehirn Pausen und Ruhephasen. 

Das pausenlose Lernen ohne Auszeit oder körperlichen Ausgleich sind besonders beliebt kurz vor Prüfungen. Diese sind aber leider nicht zielführend. Genauso wenig, wie wir tagelang ohne Pause durcharbeiten können, können wir ohne Pause und am Stück lernen.

Wie oben erwähnt sind Pausen besonders wichtig um bei lernen erfolgreich zu sein. Denn Pausen sorgen dafür, dass 

  • Die Konzentration und Aufmerksamkeit wieder steigt
  • Der Stresspegel sinkt
  • Die Motivation steigt

Wie lang soll eine Lernpause sein?

Wie lange eine Pause sein sollte, hängt von vielen Faktoren ab wie z.B.:

  • von der Tagesform
  • vom Erschöpfungszustand
  • vor allem von der Zeit, die man bereits fürs Lernen aufgewendet hat.

Allgemein können wir sagen, dass die Pause länger sein sollte, je länger man bereits am Stück gelernt hat. Die folgenden 2 Angaben geben eine grobe Orientierung.

Zeitaufwand am Stück Benötigte Pause
30 min 5 – 10 min
3 – 4 Stunden 1 – 1,5h

Lernpausen als Waffe gegen Reizüberflutung! Lernpausen effektiv nutzen

Eine Pause ist eine Auszeit bzw. eine  Regenerationzeit. Unser Gehirn ist besonders auf Auszeiten angewiesen um sich von der alltäglichen Reizüberflutung zu regenerieren. Daher sollten wir ganz genau auf Signale unsres Körpers achten und die Lernpausen einhalten. Aber wann ist die Reizüberflutung für unser Gehirn erreicht? Was sind die Signale für eine Lernpause? Sie kennen diese Signale bestimmt schon. Eventuell wissen Sie noch nicht wofür sie stehen. Das wird sich aber hoffentlich jetzt ändern. Die Signale für eine Lernpause sind z.B. folgende:

– Das Bedürfnis haben sich zu Recken oder zu Strecken 

– Die Lust etwas zu trinken oder eine Kleinigkeit zu essen

– Aus dem Fenster zu schauen und die Gedanken abschweifen zu lassen

– Das Bedürfnis zu spüren aufzustehen und sich zu bewegen 

Wenn wir auf diese Signale nicht reagieren und ohne Pause weiterzumachen, setzt sich bei uns nach einer bestimmter Zeit ein Gefühl von Stress und Erschöpfung ein. Das heißt, dass unser Gehirn sich verweigern wird weiterzulernen. Demzufolge nimmt die geistige Leistungsfähigkeit dramatisch ab. Und wenn es soweit ist, ist das Lernen nur reine Zeitverschwendung. Man lernt also für die Katz.  

Eine Lernpause ist dann am effektivsten, wenn man dem Gehirn auch wirklich eine Pause gönnt. Das bedeutet, man sollte sich, wenn möglich, keiner Reizüberflutung aussetzen. Schlecht wäre es also, die Pause dafür zu nutzen, Computerspiele zu spielen, Filme zu sehen und parallel laut Musik zu hören.

Man kann auch die Lernpausen dazu nutzen um sich körperlich zu betätigen. Sport und Bewegung sind da besonders geeignet. Wir fühlen uns meistens nach Sport besser und fitter. Durch Sport steigt unsere Konzentrationsfähigkeit und unser Gehirn ist aufnahmebreiter. Wir können während der Lernphasen ein paar Kniebeugen oder Dehn- und Streckübungen machen. Joggen, Schwimmen oder sogar ein 30 minütiger Spaziergang hilft uns enorm beim Lernen erfolgreicher zu sein. Um uns während der Lernpausen zu entspannen, können wir auch die Pausen dazu nutzen die alltägliche Haushaltarbeiten bzw. die  Routinentätigkeiten wie z.B. Aufräumen, Kochen, Abwaschen oder Fensterputzen zu erledigen. 

Schlafen ist die effektivste Lernpause für unser Gehirn!

Warum ist Schlaf für uns so wichtig? Und welche Rolle spielt Schlaf beim Lernen? Eine wichtige Voraussetzung um etwas “wie im Schlaf“ zu können, ist genügend Schlaf. 

Im Schlaf löscht unser Gehirn unnötige Verbindungen zwischen Nervenzellen. Das heißt unser Gehirn verarbeitet während der Schlafphase das gespeicherte Wissen, sortiert und räumt auf. Im Schlaf wird sozusagen für die neuen Informationen Platz gemacht. Gleichzeitig werden die überschüssigen Informationen gelöscht. Dieser Vorgang hilft uns dabei tagsüber wieder flexibel auf neue Erfahrungen und Informationen zu reagieren. Wenn wir nicht oder nicht genügend schlafen, können Synapsen nicht verstärkt oder neu aufgebaut werden. Das heißt: Wir lernen schlechter.

Ausreichender Schlaf ist nicht nur für unseren Körper lebensnotwendig sondern auch für unsere geistige Gesundheit unausweichlich. Genügend Schlaf ist die beste Lernpause für unser Gehirn. Denn unser Gehirn nutzt diese Ruhezeit besonders effektiv in dem es alles was wir tagsüber gelernt haben, abspeichert. Abspeichern von Informationen ist die Basis für die Lernprozesse. Es ist wichtig zu wissen, dass erst im Schlaf neue Informationen und Erinnerungen vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis übertragen werden.

Schlaf ist die effektivste Lernpause! Aber wann ist die beste Zeit um zu schlafen? Die Antwort auf diese Frage ist einfach. Wir sollten dann ins Bett gehen wenn wir uns müde und erschöpft fühlen.

Die Uhrzeit wann wir ins Bett gehen und wie lange wir schlaffen sollten um die besten Ergebnisse beim Lernen zu erreichen ist sehr individuell und lässt sich nicht verallgemeinern. Auf jeden Fall sollten wir auf unsere innere Uhr hören und diese auf keinen Fall ignorieren. Die Schlafgewohnheiten und die eingeregelter Tagesrhythmus sind auch weitere Faktoren die individuell zu berücksichtigen sind. Um einfach ein- und durchzuschlafen sollten Sie auch während der Lernphase Ihren individuellen Tagesrhythmus und die Schlafgewohnheiten einzuhalten. Unser seelisches und körperliches Wohlbefinden ist sehr stark von unserem inneren Rhythmus abhängig. Es wäre also nicht zielführend unseren inneren Rhythmus und die Schlafgewohnheiten gerade während einer solch sensiblen Phase zu ändern.

Als Faustregel kann man sagen, dass wer am Tag doppelt so lange wach war, wie er geschlafen hat, gönnt sich viel Erholung. Wenn man 3-mal so lange wach war, entspricht dies einem Standardwert. Vier Stunden Schlaf am Tag sind jedoch das absolute Minimum, was man sich gönnen sollte und das auch nur sehr sporadisch in Ausnahmesituationen. Daraus ergibt sich die folgende Tabelle: Daraus ergibt sich die folgende Tabelle:

Wach sein am Tag Schlaf am Tag Erholung
16h 8h Voll
18h 6h Normal
20h 4 Absolutes Minimum

Das Gehirn verarbeitet in umgekehrter Reihenfolge

Es ist vielleicht interessant zu wissen, dass unser Gehirn die am Tag gesammelten Eindrücke in umgekehrter Reihenfolge verarbeitet. Das bedeutet, dass das letzte Erlebnis des Tages wird also zuerst verarbeitet.

Kann man also im Schlaf lernen? Es ist bewiesen, dass unser Gehirn bei ausgeschaltetem Bewusstsein die Informationen und die Erfahrungen die wir am Tag gemacht haben noch einmal durchgeht und diese wiederholt. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert kurz vor dem Schlafengehen noch einmal die richtigen Impulse im Gehirn zu aktivieren.

Die kurze Zusammenfassung des Lernstoffs oder die selbst erstellten Darstellungen und Diagramme eigenen sich besonders gut als letzter Lernimpuls des Tages. 

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Simon