Lernbereitschaft ist der Schlüssel zum Lernerfolg

Lernbereitschaft ist der Schlüssel zum Lernerfolg

Lernbereitschaft ist der innere Antrieb und die Motivation. Sie bewegt uns dazu etwas neues zu lernen. Im Grunde genommen basiert das  menschliche Leben auf die Fähigkeit zu Lernen. Die Lernbereitschaft eines Kindes zeigt sich in seiner Neugier und der Motivation. Sie ist die Bereitschaft sich neuen und unbekannten Herausforderungen zu stellen um zu erfahren wie die Dinge funktionieren. 

Doch bereits im ersten Schuljahr ändert sich unser Verhältnis zum Lernen. Es ist nicht mehr unser innerer Antrieb, der uns dazu bewegt, etwas Neues zu lernen. Sondern es wird von uns verlangt zu lernen. Und was wir lernen müssen, wird uns vorgegeben.

Lernen ist kein Abenteuer mehr. Lernen wird zur Pflicht. Es ist kein Spiel mehr sondern harter Wettbewerb mit Gewinnern und Verlierern. In der Schule wird unsere Fähigkeit zum Lernen und die Lernbereitschaft benotet. Das Lernen macht längst kein Spaß mehr. Wir sind demotiviert. Das ist leider die harte Realität. Die uns zeigt wie die innere Lernbereitschaft funktioniert. Und es hilft uns zu verstehen wie wir unsere Lernbereitschaft beeinflussen können.

Wie kann ich meine Lernbereitschaft erhöhen?

Die Lernbereitschaft kann Phasenweise erhöht werden. Teilen Sie Ihr Ziel in kleine machbare Schritte. Sie werden sehen wie einfach es wird Ihre Ziele zu erreichen.

Kennen Sie auch das Gefühl kurz vor der Prüfung zu stehen und das Gefühl zu haben, dass Sie diese Prüfung nicht schaffen. Die Prüfung macht Ihnen Angst. Das Gefühl den Lernstoff nicht rechtzeitig zu schaffen, macht Sie unruhig und raubt Ihnen den schlaf. Sie spüren keine innere Lernbereitschaft. Sie sind einfach nur verängstigt und machen Sie sich nur Sorgen. Anhand eines Beispiels werden Sie sehen wie Sie Ihre Lernbereitschaft positiv beeinflussen können.

Die Lernbereitschaft durch kleine Schritte erhöhen

Stellen Sie sich vor, dass Sie am Fuße eines Berges stehen. Der Bergspitze in 2000 Meter Höhe macht Ihnen Angst. Er erscheint Ihnen unerreichbar zu sein. Der Weg bis nach ganz oben ist steil und gefährlich. Der Weg ist weit und unbequem. Sie fühlen sich schon ohne etwas unternommen zu haben kaputt und erschöpft. Sie wollen einfach in Ihre Wohlfühlzone zurück kriechen und alles vergessen was Sie mal vorhatten. Sie sagen zu sich, dass der Versuch doch keinen Sinn hat. Sie sind verunsichert und demotiviert. Am Ende geben Sie auf und gehen zurück. Wie Schade! Jetzt sind Sie den Weg nach oben nicht gegangen. Sie haben das Gefühl nicht erlebet oben an der Bergspitze zu stehen. Sie wissen nicht wie sich Erfolg anfühlt. 

Jetzt stellen Sie sich ein anderes Szenario vor. Sie stehen unten im Tal. Die Bergspitze erscheint Ihnen unerreichbar und macht Ihnen unendlich viel Angst. Der Weg ist unübersichtlich und kompliziert. Sie entscheiden sich aber anders. Sie wollen nicht aufgeben. Sie erstellen einen Plan.

Sie sagen zu sich, dass der Weg zur Bergspitze nicht mein Ziel von heute ist. Ich werde heute die erste Bergstation erreichen. Und wenn Sie die erste Station erreicht haben, machen Sie sich Gedanken über das nächste Ziel. Und so gehen Sie weiter. Sie erreichen tägliche Ihre Stationen. Sie fühlen sich gut und sind jeden Tag motiviert Ihre nächste Zielstation zu erreichen. Ihre Lernbereitschaft steigt sozusagen täglich, von Station zu Station. Das große Ziel an der Bergspitze ist bei Ihnen im Hinterkopf. Jeden Tag kommen Sie Ihrem Hauptziel etwas näher. Und eines Tages stehen sie “plötzlich“ ganz oben. An der Bergspitze. Erschöpft aber glücklich. Sie haben Ihr Ziel geschafft!

Sie werden beim Lernen erfolgreich sein wenn Sie Ihr Ziel kennen. Am wichtigsten ist aber, dass Sie einen Plan haben. Wenn Sie einen realistischen Plan haben und wenn Sie ausreichend motiviert sind, werden Sie Ihre Ziele erreichen. Denn Ihre Lernbereitschaft versetzt Sie in die Lage etwas Neues zu lernen bzw. einen neuen Weg zu gehen. Deswegen setzen Sie sich keine unerreichbaren Ziele. Versuchen Sie Ihre Lernbereitschaft bei Laune zu halten in dem Sie sich machbare Aufgaben vornehmen. Durch kleine Erfolge motivieren Sie sich und Ihre innere Lernbereitschaft weiterzumachen. 

Wie Sie Ihre Lernbereitschaft durch Autosuggestion steigern können

Der Begriff Autosuggestion (Selbstbeeinflussung) stammt aus der Medizin. In diesem Zusammenhang beschriebt Autosuggestion, dass die Heilung des Patienten von seinen eigenen Gedanken beeinflusst werden kann. Jeder von uns verfügt über eigene Selbstheilungskräfte die wir allein durch gezielte Autosuggestion beeinflussen können. 

Autosuggestion ist ein Motivationstraining. Beim Autosuggestions-Training werden bestimmte Merksätze ständig wiederholt. Das Ziel dieser Wiederholungen ist es, unsere Wünsche in unserem Unterbewusstsein zu verfestigen. Die Wünsche und die positive Gedanken sollten somit ein Teil unserer Überzeugung werden. Die Theorie geht davon aus, dass sobald aus dem Gedanken eine feste Überzeugung geworden ist, eine Veränderung erfolgen wird. Aus Überzeugungen werden dann Tatsachen entstehen.

Der Gedanke ist einfach sich mental auf etwas Positives und Wünschenswertes zu programmieren. Diese Vorgehensweise können wir auch beim Lernen einsetzen. Das Ziel ist es, die Lernbereitschaft durch Autosuggestion zu erhöhen. Dementsprechend sagen wir uns einen positiven Merksatz selbst so oft vor, bis wir daran glauben. Ein positiver Satz sollte aktiv formuliert sein. Am besten wird der Satz mit Wort “wollen“ anstatt “müssen“ oder „dürfen“ gebildet. Der Merksatz sollte ein positives Gefühl vermitteln. 

Eine falsche Formulierung an dieser Stelle wäre also: “Ich darf nicht mehr so faul sein”. Die richtige Formulierung würde stattdessen heißen: “Ich will mehr lernen”.

Die Autosuggestion ist erfolgreicher, je öfter sie angewendet wird und je länger ihr Anwendungszeitraum ist.

Viele Menschen setzen Autosuggestion-Methoden – meist unbewusst – im Alltag ein. Jedoch nicht immer zu ihrem eigenen Vorteil. Ein Satz wie z.B. “ Ich kann Mathe nicht verstehen“ oder “Fremdsprachen sind nicht meine Stärke“ verstärken das negative Gefühl und beeinflussen unsere Abneigung zu diesen Themen. Unsere Motivation uns mit diesen Themen zu beschäftigen sinkt.  

Je öfter wir uns dies sagen, desto mehr bestimmt es unsere Denkweise. Daher sollte stets auf eine Formulierung geachtet werden, die uns positiv beeinflusst.

Unser Verhalten und unsere Einstellungen haben ihren Ursprung in unserem Unterbewusstsein. Unsere Gedanken und Einstellungen beeinflussen unser Unterbewusstsein. Und unser Unterbewusstsein beeinflusst wiederum unsere Lernbereitschaft und unsere innere Haltung. Wenn wir also beim Lernen erfolgreich sein wollen, sollten wir die Kraft unserer Gedanken richtig einsetzen. Und dafür eignet sich die Autosuggestion besonders gut. Durch diese Methode können wir auf unser Unterbewusstsein und indirekt auf unsere Lernbereitschaft Einfluss nehmen.

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Simon